Die Polarisierung des Volkes ist das größere Problem.

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Wie viele andere Menschen war auch ich den letzten Wochen überrascht, über die Vorgänge die in Deutschland stattfanden. Jedoch nicht über die Flüchtlingskrise, sondern überrascht darüber wie schnell es die Medienlandschafft geschafft hatte sachliche Diskussionen im Kern abzuwürgen und das Volk in zwei Lager zu spalten.

Es fand eine emotionale Medienkampagne in einem Ausmaß statt, dass sie von einem Propagandaminister hätte orchestriert sein können. Zeitgleich erfolgte der Schrei nach Zensur verschiedener Organe, als mittel der Wahl gegen „falsche“ Meinungen.
Die Menschen wurden kategorisiert nach Hell- und Dunkeldeutschland, zugeordnet nach Gut- und Schlecht. Ein emotionaler Populismus gleichgeschalteten Ausmasses, Totschlagsargumentationen und einseitige Berichterstattung der eigentlich unabhängigen öffentlich rechtlichen Medien zeichneten das Bild.

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Wir wollten doch gerade heraus aus einem Schubladendenken. Über was wird man in Zukunft in diesem Land abstimmen, wenn es nur noch eine zulässige Meinung gibt. Wenn alle vermeintlichen Abweichler öffentlich als „Nazis“ diffamiert werden. Eine Grüne Politikerin ging hier sogar noch weiter und stellte pauschal den Osten der Republik unter Generalverdacht.

Anstatt mit den Menschen und potentiellen Wählern zu kommunizieren, schließt man vermeintlich anders denkende von einer Diskussion aus. Gerade einen Politiker sollte es doch auszeichnen, mit Argumenten überzeugen zu können. Auch sollte er soviel Empathie besitzen, um Hassbotschaften die ihn erreichen zu dekodieren. Das es eine Medienkompetenz gibt sollte auch einmal erwähnt werden. Die modernen Sprachgraffitis, die sich deutlich leichter reinigen lassen, haben Ursachen, auch in sozialen Fehlentwicklungen der letzten 20 Jahre, welchen sich einige Politiker nicht stellen wollen.

Ebenso sollten wir uns eingestehen, dass die Migration in der Bundesrepublik seit den 60er Jahren nicht in dem Maße gelungen ist, wie wir uns das gewünscht hätten. Da wir die Gastarbeiter nur teilweise alphabetisierten, waren weite Teile ihrer Kinder, die in Deutschland aufwuchsen gegenüber der einheimischen Bevölkerung deutlich im Nachteil.

Wir haben in diesem Land aber ebenfalls eine Generation Praktikum, welche auf der Suche nach dem Fachkräftemangel ist, und allein erziehende Mütter die wir in die Schuldenfalle treiben. In diesem Land existieren prekäre Arbeitsverhältnisse mit Aufstockern, Zeitarbeitern und 1€ Jobbern. Viele Familien müssen inzwischen monatelang nach bezahlbaren Wohnungen suchen. Es verwundert nicht, dass die Bevölkerungsanzahl sinkt. Die Tafeln in diesem Land können nicht mehr ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung stellen, Menschen werden abgewiesen. Ein Blick auf die Vermögensverteilung wäre ebenfalls angebracht.

Auf der Suche nach Lösungen gibt es Beispiele aus anderen Ländern, deren alternative Handlungsweise man zumindest öffentlich ansprechen könnte.

  • Japan und dessen Umgang mit dem Bevölkerungsrückgang.
  • Kanada mit einer sehr guten und vor allem funktionierenden Migrationsregelung

Wird sich alles schöngelogen, oder geht der Blick auf die Realität verloren, wird sich nichts bewegen.

Ohne Kritik gibt es keinen Fortschritt.“

Deshalb muss es in einer Demokratie („Herrschaft des Staatsvolkes“) einen anhaltenden Dialog zwischen Staat und Bundesbürgern geben. Damit beispielsweise auch über die kulturellen Unterschiede der Kriegsflüchtlinge, und wie wir damit umgehen wollen.

Lasst uns endlich an einen Tisch sitzen und öffentlich miteinander diskutieren wie es einer Demokratie würdig wäre.

  • Dazu gehören auch vermeintliche Fehler einzugestehen.
  • Dazu gehört es auch alternative Szenarien durchzuspielen.
    Wir sind für alle Vorschläge offen, aber wir wollen mitreden !
  • Wie wäre es mit einer subventionierten Aufnahme von Flüchtlingen in private Haushalte, das wäre ein Integrationsmotor.
  • Enteignung leerstehender Spekulationsobjekte.
  • Es fehlen Basiskoordinatoren, welche auch kurzfristige Entscheidungen treffen können. Wenn sich zB Ärzte bereit erklären in den LEAs am Wochenende eine Sprechstunde abzuhalten, dann kann es nicht sein dass der Sicherheitsbeamte am Tor keinen Einlass gewährt. Hier müssen entsprechende Strukturen geschaffen werden.
  • Wie wäre es mit der Umsiedlung kompletter mittelständischer Betriebe in Strukturschwache Gebiete Deutschlands
    (durch finanzielle Anreize und zb. Bauprämien). Das entlastet die Ballungsräume, die heute schon übervölkert sind.
    Schafft Wohnraum, Perspektiven und Konjunktur.
  • Rückführungen wie sollten diese am effizientesten durchgeführt werden und wohin ?
    Gemietete Asylplätze in einem Drittland, wahlweise der Rücktransport ins Heimatland bei Verstössen gegen unser Grundgesetz ? Auch das sind Themen welche man öffentlich ansprechen darf !
  • Auch wäre etwas mehr direkte Demokratie in der aktuellen Situation – also eine Legitimierung durch das Volk absolut stabilisierend in einer solchen Situation !

Also liebe Politiker Packt es an ! Ihr könnt das schaffen.
In diesem Sinne, einen guten Start in die Woche, FriedemannWo

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Wo Welten aufeinanderstossen

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Ein Besuch in Turgutreis am 07.09.2015

Die Reste des Absperrbandes der Polizei sind noch vorhanden, am Leuchtturm von Turgutreis.

Ein Fernsehteam aus Izmir ist gerade für eine Aufzeichnung vor Ort.

Im Hintergrund liegt die griechische Insel Kos.

Vor dem Zugang zu einem kleinen Strandabschnitt hat jemand ein Plakat aufgehängt.
schäme dich
„Menschheit ohne Menschlichkeit“ steht darauf geschrieben.

Am Strand liegen noch vereinzelt vertrocknete Blüten.
Hier starb vor ein paar Tagen der kleine Aylan Kurdi, mit seinem Bruder,
seiner Mutter zusammen mit 9 weiteren Flüchtlingen.

Angelockt von Deutschland, eine Wohnung und finanzielle Versorgung für jeden, hatte es gehießen.

Unter den Dielen am Boden des Leuchtturmes türmen sich leere Plastikflaschen und anderer Unrat, welche von den vergangenen Wochen zeugen. Die Schlepper erzählt man sich würden mit der Küstenwache ihre Gewinne teilen um ungehindert passieren zu können.
In Bodrum waren die ausländischen Schlepper welche Boote an die Flüchtlinge vermittelt haben bekannt.

Mittlerweile fahren über Turgutreis keine Boote mehr Richtung Kos. Der Großteil der Syrer wurde mit Bussen nach Izmir gebracht. Dennoch hört man vereinzelt von Wagemutigen, welche auf LKW Reifen, oder mit kleinen Schlauchbooten die Überfahrt auf eigene Faust gewagt haben.

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Ein verwelkter Blumenkranz erinnert an den kleinen Aylan.
„Schlafe in Frieden kleiner Aylan“ steht darauf geschrieben.

Die 25 offiziellen Flüchtlingslager in der Türkei, werden zur Hälfte vom türkischen Katastrophenschutz (AFAD) zur anderen Hälfte vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) finanziert. Zusammen bieten diese Platz für 250.000 Menschen. Die große Mehrheit der Syrer in der Türkei überlebt jedoch von Erspartem, Gelegenheitsjobs oder Schwarzarbeit. Da die Syrer außerhalb der Flüchtlingscamps keine Unterstützung erhalten, weder finanziell, noch in Form von Nahrungsmitteln oder Sachleistungen gibt es über ihre genaue Anzahl nur Schätzungen.

-> Die Türkei unterstützt also lediglich 125.000 syrische Flüchtlinge !
     Quelle: bit.ly/1O5Yp5C

Die Lage der Flüchtlinge in der Türkei

Versuch einer objektiven Einschätzung der Lage

aylankurdiAls der kleine Aylan in Bodrum am Strand gefunden wurde, ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung. Wie kann es sein, dass den syrischen Flüchtlingen niemand hilft ? Die komplette Distanz zwischen Bodrum und Kos, lässt sich genau genommen sogar von Land aus per Fernglas überwachen.

Für die Überfahrt hatte die Familie laut Angaben des Vaters 6000€ bezahlt.
25€ kostet eine lebensrettende Rettungsweste vor Ort.
Schon in den Tagen vor diesem tragischen Unfall konnte man Syrer beim Kauf von Rettungswesten beobachten.

schwimmwesten
Rettungswesten und Touristenaccessoires an einem (Market) Geschäft in Bodrum

Dabei sind die Flüchtlinge in der Türkei sicher, es gibt über das Land verteilt 25 Flüchtlingslager, darin Leben ungefähr 280.000 Menschen. Die Mehrheit der Syrer bewegt sich frei in der Türkei. Ihre Anzahl kann nur ungefähr geschätzt werden.
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Syrische Flüchtlinge in der Touristenmeile von Bodrum.
„We are from Syriah please help us“.
 
Es gibt in Bodrum neben einer Minderheit von bettelnden Syrern auch „Berufsbettler“, welche morgens mit Minibussen (Dolmus) aus den umgebenden Ortschaften wie z.B. Milas zum „arbeiten“ mit ihren Kindern nach Bodrum gebracht werden. Falls überhaupt sind die meisten Syrer in der Bodrumer Innenstadt nur auf der Durchreise. 

Die größte Ansiedlung der syrischen Bevölkerung befindet sich rund um den türkischen Ort Mersin. Hier hat der frühere Mittelstand und die Oberschicht Wohnungen gekauft oder angemietet, und steht in weiten Teilen in Konkurrenz zu den einheimischen Gewerbetreibenden, hier zeigen sich Konflikte, welche bisher zum Glück noch nicht eskaliert sind. Die einheimische Bevölkerung ist jedoch nicht erfreut über steigende Wohnungspreise und Billiglohnarbeiter. Leider hat der Vorsitzende von Kemal Atatürks Volkspartei CHP, Kemal Kilicdaroglu, entgegen aller ihrer eigentlichen Prinzipien, angekündigt, sollte er als Wahlsieger bei der Neuwahl hervorgehen, wird seine Partei die Syrer nach Syrien zurückschicken.
Hier besteht akuter Gesprächsbedarf.

Alle wollen nach Deutschland

Ursachen und Auswirkungen

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Ein „Dementi“ von Angela Merkel:

„Was die Frage der ankommenden syrischen Flüchtlinge anbelangt, so sehe ich ehrlich gesagt keine Mitverantwortung Deutschlands.“ Es sei lediglich darauf hingewiesen worden, dass die, die in Deutschland ankämen, mit einer sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch den Status als Bürgerkriegsflüchtlinge bekommen würden. „Das dürfte angesichts der Situation in Syrien keine Überraschung sein und müsste eigentlich in jedem europäischen Land ähnlich sein“, fügte Merkel an.

Dies führt vollkommen an der Realität vorbei, da unsere Bundeskanzlerin in diesem Falle von einer direkten Bedrohung der Flüchtlinge in der Türkei ausgeht, was aber nicht der Fall ist. Zudem wird das Bild vermittelt, dass jeder Immigrant aus einem Bürgerkriegsland der es nach Deutschland schafft auch hier bleiben kann.

Der serbische Ministerpräsident Vucic forderte bereits im Juli, das Deutschland endlich die finanziellen Anreize für Asylbewerber streichen müsse. Durch finanzielle Anreize die von Deutschland ausgehen, wurde dieser Flüchtlingszug maßgeblich verursacht. Ein Paar mit zwei Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren wird monatlich mit 1112 Euro unterstützt. Ebenfalls darf es kein Geld für Nahrungsmittel geben.

Frau Nahles möchte zudem Jobvermittler in die Lager für gerade eingetroffene Asylbewerber schicken. Wer von den Flüchtlingen eine Ausbildung in Deutschland absolviert, soll ein uneingeschränktes Bleiberecht erhalten.

daimler

Was werden die Deutschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen denken, wenn Sie von Asylbewerbern „übergangen“ werden ?.
Ich konnte in den letzten Monaten nicht viele Stellenausschreibungen bei Daimler finden.
Noch im März lancierte das Unternehmen die Meldung das am Standort Düsseldorf 800 Stellen gestrichen würden.

Doch zurück zu den gesuchten Fachkräften: 90% der Syrer können weder die lateinische Sprache lesen oder schreiben, wären hier also Analphabeten. Eine Mehrheit der syrischen Kurden, hatte wenn überhaupt nur 4 Klassen Grundschulunterricht. Selbst in der Türkei gibt es unter den Kurden im Osten eine relativ hohe Kinderarbeit. (Kinderarbeit Türkei). Wer mittelständische Syrer zur Arbeit als Fachkraft in Deutschland akquirieren möchte, wird in Mersin sicher geeignetes Personal finden.

Hierzu der Beitrag eines Unternehmers aus dem Tageschau Forum

unternehmer

Laut Grundgesetz Artikel 16a ist festgelegt, dass, „wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist (…)“, sich nicht darauf berufen kann, Asyl zu erhalten.

Im Zusammenhang mit den veröffentlichten Aussagen lässt sich weiterhin feststellen, das die öffentlich rechtlichen Medien in keinster Weise eine objektive Rolle eingenommen haben. Hier wurden systematisch kritische Stimmen in eine rechte Ecke gedrängt, das Bild einer Mehrheit für eine unbeschränkte Willkommenskultur aufgebaut und ein surreales rechtes Bedrohungsszenario erschaffen.

Nicht die Flüchtlinge müssen sich bedroht fühlen, sondern die für die kommenden Situationen verantwortlichen Politiker. Diese haben in ihrer primären Aufgabe dem Wohle und dem Schutz der eigenen Bevölkerung zu dienen komplett versagt.

Man stelle sich die Wirkung der politischen Zusicherungen und der Bilder aus München, auf 90% der Weltbevölkerung welche in Armut leben vor. Diese Signale werden über die nächsten Jahre Tausenden Menschen den Tod bringen, bei dem Versuch Deutschland als gelobtes Land zu erreichen. Egal ob nun aus Afrika oder dem Nahen Osten.

Auf die häufig gestellte Frage wieso aus Syrien vor allem junge Männer kommen, gibt es ebenfalls eine plausible Antwort.
Als nach dem zweiten Weltkrieg in Jugoslawien die seit Jahrhunderten ansässige deutschsprachige Bevölkerung vor den Tito Partisanen flüchtete, waren es Frauen und Kinder, welche in Sicherheit gebracht werden sollten. Die Männer blieben aus Sorge um die Existenz in der alten Heimat zurück. In der arabischen Gesellschaft haben die Frauen leider oftmals einen anderen Stellenwert.

Sobald sich die Menschen in Deutschland „eingelebt“ haben, werden Frauen, Kinder, Cousinen, Cousins in die neu gebildeten Parallelgesellschaften nachgeholt. Dafür benötigte Syrische Ausweise lassen sich beim IS für 50$/Stück Bearbeitungsgebühr nachbestellen.

Eine sehenswerte Dokumentation des ZDF mit Lösungensansätzen für die auf uns zukommenden Probleme.