Relotius und Realität in Deutschland

Das Landgericht Hamburg als Zensurbehörde gegen die Meinungsfreiheit…

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Letzten Monat sorgte der Fall des Spiegel Journalisten Claas Relotius für ein kurzzeitiges Medienecho. Seine politische Schönschreiberei ergänzt durch fiktive Elemente, gepaart mit einer gewissen kriminellen Energie durch Sammeln von Spendengeldern für erfundene Protagonisten führte zu einem Skandal.

Königskinder

Einer der umstrittenen Texte von Relotius

Wie so oft gab es auch hier ein Vorspiel das jedoch keine mediale Zuwendung erfuhr – als der Softwareentwickler und Blogger Jens Bernert mit seinem Blog „der Blaue Bote“ vom Journalisten des Stern Marc Drewello im Auftrag des Bertelsmann Konzerns verklagt wurde, da er den Journalisten der Verbreitung von Fakenews in Form des Propagandakonstruktes Bana Alabed bezichtigte.

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Bernert, ein Familienvater, der Politikwissenschaften und Geographie an der Uni Mannheim studierte, verfasste auf seinem Blog Artikel über Bana Alabed, welche den Geschichten des Stern widersprachen. Er beschuldigte Stern Journalist Marc Drewello Falschmeldungen zu verbreiten.

http://blauerbote.com/2018/03/03/gerichtsverfahren-gegen-bertelsmann-die-infos

 

Bana Alabed und Familie mit einem Unterstützer.

Banas Vater Ghassan war Mitglied der radikalislamischen Safwa Brigade – einer militanten Oppositionsgruppe, welche das Schariarecht in Syrien fordert.

Bild Unten:
Bana mit dem „Journalist des Jahres“ 2016 Hadi Abdallah. Reporter ohne Grenzen verlieh Abdallah diesen Titel trotz einschlägiger Verbindungen zu jihadistischen Terroristen.

Hadi Abdallah mit Baraa Abdul Rahman

Bernert beschuldigte also Marc Drewello Fakenews zu produzieren. Dabei monierte Bernert zum Beispiel zu Recht, dass die 7-Jährige Bana zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal in der Lage war rudimentäres Englisch zu verstehen. Wie sollte Sie dann, wie vom Stern verbreitet, in den Sozialen Medien aktiv sein ?

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Aufruf zum dritten Weltkrieg gegen Russland

„Richterin (Simone) Käfer versucht mehrfach, den Betreiber des „Blauen Boten“ zur Einsicht zu bewegen, dass seine Wortwahl nicht statthaft sei – dann könne man sich bestimmt auch mit der Gegenseite über die Kosten unterhalten. Aber er beharrt. Zumindest, dass Stern.de eine „offensichtliche Lügengeschichte“ verbreite, müsse man doch wohl behaupten dürfen, pflichtet ihm sein Anwalt (Markus Kompa) bei.

Bernert hatte über den Stern.de-Autor unter anderem geschrieben, er sei ein „Nachrichtenfälscher“ und „Fake-News-Produzent“ und dass er „Falschmeldungen zu Propagandazwecken“ produziere. Das darf er laut Gericht nicht behaupten, da es dem Redakteur von Stern.de einen Vorsatz unterstelle, also nahelege, das Magazin habe absichtlich die Unwahrheit verbreitet. Das kann Bernert aber nicht nachweisen.“
Quelle: https://uebermedien.de

blauer-bote-pressekammer-hamburg

Letztendlich wurde geurteilt, dass Journalisten den Inhalt ihrer Artikel nicht auf Echtheit überprüfen müssen. So lange man ihnen nicht nachweisen kann, dass Sie vorsätzlich Fälschungen veröffentlichen, handeln diese also rechtens. Hierin besteht der Unterschied zwischen Drewello und Relotius – da Drewello lediglich fremdes Material kopierte – dürfen ihm Fehler nicht angelastet werden – er gilt als unschuldig – Relotius, der der Tat überführt wurde – hat im Gegensatz hierzu eine reale Strafe erhalten.
Somit wird Kriegspropaganda für Journalisten legalisiert, wie unwahr diese auch immer sein mag – lediglich eigene Kriegspropaganda zu generieren – wird sanktioniert,…

Da fragt man sich nur – wer benötigt solche Journalisten – oder besser noch – wer benötigt solche Richter…

Jens Bernert wurde vom Landgericht Hamburg zur Übernahme der Prozesskosten verurteilt, zudem muss er die Anwaltskosten tragen – insgesamt eine Summe über ca 10.000€.

Konto

Zudem wurde nicht wie propagiert Bana Alabeds Twitterkonto gelöscht – sondern durch Einlassungen von Bertelsmann – das Konto von Jens Bernert  – Bertelsmann ist wohl der Meinung das Urteil somit einer breiten Öffentlichkeit vorenthalten zu können. @BlauerBote.

twitterBerner

Das existenzielle Problem das die Richter am Landgericht Hamburg für die freie Meinung darstellen, wurde bisher noch nie öffentlich adressiert.

Seit Jahren gibt es hierzu Blogs die Fehlentwicklungen dokumentieren.

http://www.buskeismus-lexikon.de

Darunter auch die erwähnte Richterin am Landgericht Simone Käfer.

Zum Abschluss einige Worte von Peter Scholl-Latour

 

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